Temesvar  06. 01.10

Rundbrief  32.


Bevor ich nach Dreikönig nach Ulm fahre zur Hüftoperation, möchte ich Euch diesen weihnachtlichen Brief schreiben und den Segen und die Freude, die Gott uns gebracht hat, für das neue Jahr wünschen. Auch wenn mir gestern Frau Dr.Serban, als Hämatologin, abgeraten hat, werde ich mich am 12. Januar auf dem Saffranberg in Ulm operieren lassen. Ich bin zwar Bluter, wie ich nun weiß, aber mit Minirin gerinnt auch mein Blut. Auch wenn ich voller Hoffnung bin, ich bitte um Euer Gebet.

Im letzten Rundbrief war von einer Stiftung „Unum in caritate Christi“ die Rede. P. Walter Winopal, Superior des Salvatorkolleg Lochau hat es möglich gemacht, dass wir uns zu einem „Workshops zur Koordination und Abstimmung der angekündigten Gründung einer Stiftung“

am Freitagabend 5.2. bis Sonntagmorgen 7.2. treffen können. Für weiter Hergereiste gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten. Wer Zeit und Interesse hat, melde sich bei Markus.Mueller@map-architekten.de In dem „Entwurf einer Tagesordnung“ soll ich die Begrüßung machen. Ich hoffe, dass ich als „Rehabilitierter“ dem entsprechen kann. In der Begrüßung werde ich auf alle Fälle hinweisen, wie wichtig diese Stiftung ist. Wir haben hier einen harten Wahlkampf gehabt. Der alte Präsident Basescu hat mit hauchdünner Mehrheit  gewonnen. Temesvar hat nach 20 Jahren seit der Revolution wieder verloren. Am 30. Dezember hat Bukarest – die neue Regierung – der Caritas unserer Diözese mitgeteilt, dass sie nur noch 40% der staatlichen Hilfen für ihre sozialen Aktivitäten bekommt. Für das Frauenhaus hilft Thurmannsbang, für das Bernohaus Herr Elbert, aber für das Nachtasyl trifft es uns hart. Herr Grün und Marius von Nachtasyl werden nach Lochau kommen, um zu berichten und „Entlastung“ für ihr Tun und Wirken zu erfahren von einem Gremium, das die Stiftung werden soll.

Allein auf der Spendenliste vom 2.1.09 bis zum 30.10.09, die ich von den Salvator-Missionen in München erhielt, stehen 338 Einzahlungen. Wie ich heute Morgen im Evangelium den Satz gelesen habe, den Jesus zu Nathanael sagte: „ihr werdet den Himmel offen und die Engel Gottes über dem Menschensohn auf- und niedersteigen sehen“ da habe ich diese Engel mit den Namen der Spendenliste gesehen und mich selber als Engel, der in den Fürbitten um ein „Vergelt es Gott“ bittet. Ich werde mich bemühen, die „Verein“spenden ausfindig zu machen mit einer Ausnahme: am 22.12. wurde im Pfarrbüro ein Brief für mich von einem älteren Mann abgeben mit einer Spende von 200 Euro für die P.Paulus Jugendfarm Bakowa. Der Absender ist gut leserlich: Weinschrott Josef  A.M.G. Str. Gheorghe Lazar 10-12, 300080 Timisoara. Es ist der Bruder von P.Paulus, der seit 10 Jahren im Altenheim Adam Müller Gutenbrunn lebt. Die Spende ist wohl alles, was er hatte. Die Spenden von der Hochzeit von Annemarie Wucher-Rast Roland und die Spenden von den verschiedenen Aktionen von Werner Langenbacher müssen auch hier vermerkt werden. Mein Bruder Ottmar hat meine und andere Briefmarkensammlungen geordnet (= eine Heidenarbeit) und zur Auktion gebracht und Gott sei Dank einen schönen Preis für die Stiftung erzielt. Die Missionsprokura der Salvatorianerinnen in Horrem taucht in jedem Monat mehrmals auf. Da spürt man die Liebe. Aus Salvator in Stuttgart-Giebel meldet sich nicht nur die Pfarrei, sondern KAB, P.Matthias und Dietmar Stollberg. Vor Weihnachten war ich dort, habe vieles verpackt und einen Koffer voll Dankeschön und etliche Fahrräder dort gelassen, damit ich wieder kommen kann. Unter dem Kürzel KDFB verbirgt sich der Katholischer Deutsche Frauenbund von den Ilzstadt in Passau und die treibende Kraft Frau Fischer Hanna. In Wolfegg laufen verschiedene Aktionen für uns: da ist die Firma Bott GmbH, da die Pfarrsekretärin Gisela Netzer mit dem Firmlingen, da sind Saiger Hans und Angela mit ihren Gaben vom Singen und Spielen der Kinder. Mit Musik haben auch die Spenden von 3 meiner Cousins zu tun: in Roggenzell Rudolf Knill, in Steingaden Caspar Berlinger und in Rötenbach Alois Weiler. Der Wiese in Rötenbach organisiert das Jacobuspfarrfest für uns und kommt jeden Oktober mit einem großen Sattelschlepper voll Kleider und Möbel vorbei. Im Dezember haben sie meinen Hänger mit 1300 Weihnachtpäckchen Tische und Fahrräder voll gepackt. Die Sternsinger von Laimnau,Tannau, Hiltenweiler und Wildpoltweiler haben so viel ersungen, dass die Kindermission Aachen nur einen kleinen Betrag dazulegen musste, dass die 10 000 Euro komplett waren. Zweimal hat uns der Lions-Förderverein von Eggenfelden und Pfarrkirchen  ganz kräftig geholfen. Besonders freut es mich, dass ich von dem Betrag ein schönes Stück an Frau Dr. Serban für das Kinderkrankhaus übergegeben durfte.

Von der Kirchengemeinde St. Marien von Bad Lippspringe, von St. Josef in Lindau und in Bergisch-Gladbach sind wir nicht vergessen. Der Handarbeitskreis von der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Memmingen und die Frauen von Pillichsdorf, der Heimat von Sr.Bernadette, erfreuen immer wieder mit ihren Initiativen. Von Vintl in Südtirol wurde ein “Baustein zur Casa Johannes“ in Bacova gespendet. Die evangelische Gemeinde von Ottweiler unterstützt unser Nachtasyl seit 10 Jahren. Das ist in diesem Jahr wie ein Rettungsring.

Danken muß ich auch meinem Neffen Markus Müller für das neue Getriebe, das in meinem Rollstuhl (sprich:Bus) eingebaut werden musste, so dass ich seit dem 28.9. wieder mobil bin. 9 mal musste mein Bus z.Teil mit Hänger die Strecke in den Westen und zurück machen um die Sachen, die sich angesammelt haben, zu holen. Er hat dabei 24 000 km zurückgelegt. Ich brauche nur zu schauen, wie andere alles laden und entladen und wenn ich müde bin vom Hinschauen mich auf die faule Haut zu legen und schlafen. Angefangen habe ich in Polling, wo die Firma Bauer der Frau Helga Ziche und ihren Helfern eine große Halle zur Verfügung gestellt hat. Seit Pfingsten warteten Kleider, Lebensmittel und  Finanzen, die jetzt unser in Not geratenes Nachasyl braucht. Zweimal war ich in Groß St.Florian mit Bad Gams und Wundschuh um Kleidung und Essbares mitzunehmen und die Sachen, aus denen unsere Pfarrcaritas 1000 volle Weihnachtsäckchen machen konnte. Weitere Stationen waren in Niederthalheim bei Cilli Steiner, in Bergatreute bei Th.Sonntag, einer Banaterin, bei Frau Brenner in Memmingen bei Fam. Elbert in Oberursel und natürlich immer wieder bei meinen Schwestern in Meckenbeuren, wo die 1360 Säckchen  zu Weihnachten deponiert waren. Zwei der Reisen waren etwas Besonderes: Exerzitienreisen mit Marieluise, Helga Ziche und Annerose Böhm. Was ich aus dem Exerzitien mit P.Josef Wilfing mitgenommen habe, will ich gerne mit Euch teilen: Er hat die Vorträge begonnen mit dem Gebet „Atme in mir, Du Hl. Geist ….“ Diese 6 Worte sind nun mein ganzes Gebet.

Wenn man von einem Festspielhaus redet, denken die meisten Leute an Bayreuth oder Bregenz. Sie werden bald auch ein anderes „B“ kennen lernen: Bacova. Da steht seit einer Zeit das neue Fest-Spiel-Haus in der „P.Paulusfarm“. „Obdachlosen“ soll es Gelegenheit geben zum Feste feiern und zum Spielen bei jedem Wetter. Landwirten und Architekten des Vereins „Kultur….FÜR…humanitäre Hilfe“ aus Bad Neustadt an der Saale verdanken wir die Idee und die Fertigbauteile der Halle. Die „Caritas“ steht für das Fundament und den Ausbau, den unsere Werkstätten machen. „Renovabis“ hat uns mit 80.000 Euro unterstützt. Die „Salvator-Missionen“ stehen für all jene, die in Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien unser Resozialisierungsprogramm fördern. Dann ist für mich unser Festspielhaus wirklich eingeweiht, wenn die Theatergruppe „teatro“ von Norberto Bertassi mit ihrem Musical: „Sara, die kleine Prinzessin“ bei uns eine Vorstellung gibt.

Vor 65 Jahren ist in Mistelbach der Salvatorianer P.Titus Helde von einem russischen Soldaten erschossen worden, als er sich schützend vor die Frauen  stellte. Im Laufe von acht Jahren hat P.Albert in der Unocitypfarre fast 100.000 Euro zum Teil von Leuten, die P.Titus noch kannten, gesammelt. Das „gelbe“ Haus mit der Verwaltung und Gästezimmern soll nun am 24. April mit den Namen P.Titushaus eingeweiht werden.

P. Berno Rupp,SDS


Liebe Leserinnen und Leser des Rundbriefes,

wir sind schon in dem Jahr 2010, Weihnachten sind vorbei, in Gedanken habe ich es schon gemacht und jetzt möchte ich aber es  direkt tun und allen ein gutes, friedvolles neues Jahr wünschen.

Ein  Jahresende bietet immer die Gelegenheit in die Vergangenheit zu blicken, auch wenn man hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Wie schon in den in den vorigen Rundbriefen erwähnt, war das Jahr auch ein Jahr wo so manche Ziele erreicht wurden und ich möchte noch einmal für die Wichtigsten: das neue Dach, die neuen Fenster und der Teppichboden in der Mansarde, ein Dankwort an die „G.Wick“-Stiftung aus der Schweiz, Radu Stoia und Tiberiu Toderici aus Rumänien, den Wolfeggern und den Ockfenern aus Deutschland aussprechen.

Der Monat September hat uns die neuen Jev`s gebracht: Eva Barlage aus Cloppenburg, ins Frauenhaus, Katharina Bosch aus Mannheim, ins Kinderheim, Theresa Klusemann  aus Mössingen, ins Behindertenheim Carani und Josefine Köhler ins Hospiz.

Besucht und reich beschenkt haben uns: Monika Käch aus der Schweiz, Br. Franz Brugger zweimal mit Freunden und Bekannten aus Margarethen/Moos, Österreich, die Rötenbacher,    Herr G.Lauer mit Freund, Herr Fritz Kloiber in Begleitung von 4 Frauen aus Thurmannsbang, Herr Pfarrer R.Scharf mit Begleiter, Herr Weiland und Herr Uhl aus Kisslegg bzw. Weingarten, Dr. Eva Urban mit Freund Reinhardt Meier aus Graz.

Die „Solarmänner“ Herr L.Unbekannt und Herr W. Sell waren hier um nachzuprüfen, wie die Solaranlage im Nachtasyl und die im Kinderheim funktioniert ,aber auch um eine für das Kloster zu planen! P.Lanthaler hat uns auch besucht und dann uns die Zwillingsschwester Siegrid und  Doris Mayer geschickt, die uns mit Ihrer Koch- und Backkunst verwöhnt haben. Nina und Johanna haben uns mal wieder im Haus geholfen.

Kurse und Tagungen haben bei uns gehalten: die Diözese Temeswar für die Preoratoren und die Caritas Temeswar für Katastrophenschutz und für Romaprojekte.

Die Exerzitien wurden in diesem Jahr von P.Josef Wilfing geleitet.

Zum 90. Geburtstag von Br.Bruno ist der P.Erhard Rauch SDS, der Provinzial, persönlich gekommen.

Voll beladen mit Weihnachtspaketen und vielen Lebensmittel, besonders für die chronisch Kranken, kamen mit Kleinbusse und Anhänger,  Br.Franz in der Begleitung von Erwin Horvath (stv. Pfarrgemeinderatvorsitzender) mit seiner Frau, Christl, Louis Cordero, Presserefent und Dr. Tanja Grabner. Die Aktion nannte sich die „Weihnachtsengel“. Gesammelt wurde alles in Margarethen/Moos und aus den umliegenden Pfarren Trautmannsdorf, Gallbrunn und Sarasdorf, Österreich.. Von der Pfarrgemeinschaft „St. Laurentius“ Saarburg kamen G.Kleutsch und H. Krewer

Die JEV`s hatten Besuch von der „Zentrale“ aus Nürnberg. Unsere Christel Tomaszek ist jetzt für Rumänien zuständig!Dass wir einen schönen und lustigen Silvesterabend  hatten danken wir nicht nur den Schwestern. Die ex-JEVs Maxi Eisemann und Dominic Fritz, die von diesem Jahr und die von Tuzla haben sich uns gesellt.

Allen dankt und wünscht alles Gute. Doina